Bekannte Vögel

 

Es gibt so manchen Vogel,

den fast jeder kennt,

der eine, der steht stille,

der andere, der rennt.

 

 

Lesung in Laubuseschbach

13. Januar 2016

Ein schöner Nachmittag in Laubuseschbach

 

Am 13. Januar 2016 trafen sich rd. 40 Frauen mit fleißigen Helferinnen und Helfern der ev. Frauengemeinschaft im Gemeindehaus in Laubuseschbach, um in gemütlicher Runde ein paar schöne Stunden zu verbringen.  An alles war gedacht. Für die geistlichen Werte gab es eine kleine Andacht mit Frau Konstanze Budruss und musikalischem Segen.

Für das leibliche Wohl wurden kleine Häppchen, herzhaftes Gebäck und Nachtisch mit allerlei Nussvariationen gereicht. Anschließend verstand es die Köchin Heidi Mather, einen kleinen Einblick in die Welt der Nüsse zu geben und so manche der Frauen erfuhr Neues über diese "Kraftpakete der Natur".

Den poetischen Part durfte ich übernehmen und so zum geistigen Genuss beitragen.  In zwei Abschnitten fand ich Gehör für kleinere und größere Gedichte aus meinem Gedichtbuch "Federleicht". Dabei konnte ich einen kleinen Einblick geben, was ein Gedicht sein kann, wie es entsteht und dass es viele Arten von "Gedicht"  gibt.

Die Anwesenden waren sichtlich erfreut über das Dargebotene. Die Zeit verging wie im Fluge und am Ende sah man rundum in zufriedene Gesichter. Alle hatten den geistlich-kulinarisch-poetischen Nachmittag genossen.

 

Weihnachtliches Gedicht 

 

Nikolausabend

 

Evelyn Schütz

 

 

Heut kommt der gute Nikolaus

da stell ich meine Stiefel raus

damit der liebe Weihnachtsmann

mit Leckereien sie füllen kann

Zimtgebäck und Schokosterne

mag ich ganz besonders gerne

packt er noch süße Früchte ein

so werd von Herzen ich mich freun.

 

Dann will ich brav und artig sein

und meine Eltern hoch erfreun.

Helf der Mutter Plätzchen backen

Teig verkneten, Nüsse hacken

liebe Brüder und auch Schwestern

ohne meckern, zanken, lästern

werd mit niemandem mehr streiten

nicht einmal um Kleinigkeiten.

 

Doch kommt Niklaus mit der Rute

zieh ich traurig eine Schnute

Aufstand werde ich nicht proben

noch mehr Besserung geloben

sag ein Gedichtlein auf, ganz schnell 

dann packt er sicher auf der Stell

noch Zuckerzeug und Nüsse rein

so werd von Herzen ich mich freun.

 

11/2015

Schöne Dinge, für Sie entdeckt!

 „Ladenhüter“ der besonderen Art in Niederselters

 

 

von Evelyn Schütz

 

Beim Gang durch die Straßen unserer Dörfer und Städte gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

So fällt auf, dass es noch viele Häuser gibt, die einst mit Fensterläden versehen waren.

In geöffnetem Zustand wurden die Läden durch spezielle Haltesysteme gesichert.

Diese Vorrichtungen aus Metall gaben jedem Ladenflügel an der Hauswand seinen Halt.

Eine einfache, effiziente Mechanik, die außer dem praktischen Nutzen meist auch  zum Aussehen der Hausfront beitrug. 

Die Ausführung war vielfältig und reichte vom einfachen Haken oder schlichten Hebel über runde und eckige Formen und Figuren. Die Figurenform wurde vorwiegend an größeren Häusern verwendet. Dabei war es durchaus üblich, ein Haus mit zweierlei Ladenhalter zu versehen.  So findet man heute noch an weniger einsehbaren  Hauswänden einfache Hebel montiert, während zur Straße hin, im Blickfeld der Bürgerschaft,  die „Ladenhüter“ die Form einer Minibüste haben. Dargestellt sind dabei meist Miniaturmenschen oder auch Tierköpfe. Gut vorstellbar, dass die Figurenauswahl noch eine andere Bedeutung hatte und einen Hinweis auf  Berufsstand,  Gewerbe oder Rang des jeweiligen Hausbesitzers geben sollte.

Da die meisten Fensterläden verschwunden sind, haben die Ladenhalter ihre einstige Funktion verloren und dienen heute allenfalls zur Zierde oder nostalgischem Flair.  

 

In Niederselters  gibt es noch viele schöne Exemplare zu entdecken.  Sowohl im alten Ortskern, als auch an Gebäuden der Hauptstraßen wird man fündig.

Einige sind im Original erhalten, andere wurden  im Zuge von Renovierungen der alten Gebäude einfach überstrichen oder auch durch neue Nachbildungen ersetzt. Sie alle sind einen "Hingucker" wert.

 

Zum größten Teil handelt es sich um Abbildungen von Soldaten oder anderen Helmträgern.

Vereinzelt sind aber auch Darstellungen von Frauenbüsten oder Kaufleute vorhanden.

Auf den ersten Blick sehen zumindest die Helmträger gleich aus, doch es lohnt sich, einmal genauer hinzusehen. Beim zweiten Blick wird deutlich, mit welcher Detailfreude die kleinen Figuren seinerzeit hergestellt wurden.  Durch minimale Änderungen der Gesichter oder des Kopfputzes hat jedes Haus  andere, individuelle Ladenhüter.

 

Ein Kuriosum am Rande: Am ehemaligen Postgebäude gegenüber vom Rathaus, schauen alle Figuren wie üblich zur Straße hin, nur eine kehrt ihr den Rücken zu und muss mit der Nase den Ladenflügel halten.